Mittwoch, 14. November 2012

Projektarbeit

Bevor es Bilder einer weiteren Radtour gibt, widme ich mich dem eigentlichen Thema des Blogs: dem Studieren. Montag habe ich einen Vertrag in der Uni unterschrieben, sodass ich jetzt offiziell für das nächste halbe Jahr an einem Projekt im Labor arbeiten kann. Ziel ist es, dass ich autonom alle verschiedenen Mikroskope in dem Labor bedienen kann. Wir haben hier ein paar sehr teuere Modelle, sodass ich etwas lernen kann wozu nur wenige Studenten die Möglichkeit haben. Das hilft mir, und die Ergebnisse des Projekts helfen dann hoffentlich der Doktorantin die mich betreut. Außerdem mache ich das ganze nicht "umsonst", sondern kann einen Kurs damit ersetzen. Dafür wird ein Professor einer anderen Universität eingeladen, der meinen Abschlussvortrag und -bericht bewertet. Aber das beste ist: Ich bekomme meinen eigenen Schreibtisch in der Uni!

Soweit dazu, nun zu den noch schöneren Dingen des Lebens: Eigentlich sollte ich heute im Labor arbeiten, allerdings hat meine Betreuerin alles auf morgen verlegt. Die spontane freie Zeit habe ich für eine kleine Radtour in den Bereich südlich von Kopenhagen genutzt. Zunächst ging es am Meer entlang. Das fühlte sich ein klein wenig wie Urlaub an. Man spürt den Wind, riecht das Meer, hört die Möven. Zurück ging es dann durch eine Moorlandschaft, wo einem weit und breit kein Mensch entgegen kommt.

Montag, 12. November 2012

Besuch aus den Niederlanden

Nach meiner Fahrradtour am Donnerstag ging es schnell zum Flughafen um zwei niederländische Freundinnen aus den Uppsalazeiten abzuholen.
Freitag gab es eine kurze Pflichtsightseeingtour, wobei aus irgendeinem Grund  Strøget, eine der längsten Einkaufsstraßen Europas, interessanter als die Oper zu sein schien. Dort haben wir den größten Teil des Nachmittages verbracht, ehe wir noch zu einem Spieleabend zu meinem Buddy Kathi gefahren sind.
Simon, ein Bekannter aus Uppsala der aus Kopenhagen kommt und auch hier wohnt, kam Samstag morgen zum Frühstück vorbei. Nach vielen Pfannkuchen ging es für uns weiter nach Malmö. Die Stadt hat allerdings nicht so viel zu bieten, auch wenn es ein paar ganz hübsche Stellen gibt. Aber Schweden ist billiger als Dänemark, sodass wir viele Pepparkakor und andere Spezialitäten eingekauft haben, u.a. ein Kilo getrockneter Tortellini (scheinbar sind die in Malmö besonders günstig).
Um die 'Reunion' perfekt zu machen, gesellte sich abends noch ein weiterer Bekannter aus Uppsala dazu. Markus kommt ebenfalls aus Deutschland, hat aber dieses Wochenende zufälligerweise eine Konferenz in Malmö.
Sonntag gab es dann noch den Rest des Kulturprogramms. Christiansborg und Christiana sind schließlich auch irgendwie Pflicht, wenn man nur 3 Kilometer davon entfernt wohnt.

Auf den Bildern gibt es zum einen mal wieder meine Lieblingssehenswürdigkeit in Kopenhagen, mein Lieblingsadventkalenderprinzip und den Grund vieler enttäuschter Kindergesichter in Malmös Bahnhof.


Sonntag, 11. November 2012

Radtour mit Hindernissen

Nachdem Aline und ich Mittwoch unsere letzte mündliche Prüfung beide erfolgreich überstanden haben, ging es Donnerstag zu einer Radtour um die ganze aufgestaute Energie der letzten Woche wieder los zu werden. Zunächst musste ich jedoch noch einmal zur Uni radeln, um mich mit meiner Betreuerin bei der Laborarbeit zu treffen. Diese kam 30 Minuten zu spät, sodass sich Alines und meine Abfahrt gleich um eine halbe Stunde verschob.
Zunächst fuhren wir zu Amedeo, der 20km außerhalb von Kopenhagen mitten in schöner Natur lebt. Dort wurden wir um 12 Uhr zum Mittagessen erwartet. Nach nur einem Kilometer lösten sich jedoch die Schrauben von Alines Schlammfänger, sodass dieser abflog. Wir suchten die wichtigsten Teile wieder zusammen und brachten den Fänger wieder nach Hause, wodurch wir uns natürlich noch ein wenig mehr verspäteten. In Holte (Amedeos Wohnort) angekommen, verfuhren wir uns leicht, konnten uns glücklicherweise telefonisch aber schnell zu Amedeos Wohnung lotzen lassen.

Dort gab es wie gesagt eine leckere Stärkung aus Nudeln und Kuchen, ehe wir zu dritt weiter fuhren. Zunächst ging es in einen kleinen sehr, sehr schönen Wald hinter seiner Wohnung. Da bin ich wirklich neidisch. Ich muss immer um das Castellet rennen, und dort im Wald gibt es so schöne Crossstrecken. Weiter ging es in Mountainbikemanier (zumindest für mich, Amedeo empfand es als normalen Waldweg) zu einem großen See. Dort bekam Amedeo einen Platten. Auch mein Reifen verlor Luft, doch wir entschieden uns ihn lieber öfter aufzupumpen als zu flicken, da es ein sehr kleines schwer zu findendes Loch war. Nachdem das eine Rad repariert und das andere aufgepumpt war, ging es weiter durch eine Moorlandschaft. Kurz darauf streikten Alines Bremsen, sodass diese gelockert werden mussten. Dabei stellte sich heraus, dass Amedeo sein Werkzeug in der Blätterschicht beim Reifenwechsel am See verloren hatte. Er fuhr also die 2 Kilometer zurück um es zu suchen, während Aline und ich mein Rad aufpumpten und versuchten uns warmzuhalten. Amedeo konnte sein Werkzeug nicht finden, also ging es weiter, immer wieder von kurzen Pausen unterbrochen um meinen Reifen aufzupumpen. Zu dem Zeitpunkt haben wir die Hälfte der geplanten Route geschafft, jedoch musste ich zurück um Freunde vom Flughafen abzuholen und Amedeo um zu seinem Dänischkurs zu kommen. Es war schon Dunkel, und mein Reifen hielt gar keine Luft mehr. Amedeo fuhr vor um nicht allzu spät zu kommen, während Aline und ich die letzten 20 Kilometer mit komplett platten Reifen fuhren (nein, es gab keine Metrostation auf dem Weg).

Alles in allem waren wir aber sehr glücklich: Es hat nicht geregnet. Und die andere Hälfte der Route nehmen wir später in Angriff ;)


Dienstag, 6. November 2012

erste Prüfung

Ich darf mit Freude bekannt geben, dass ich noch lebe! :) Und das nach meiner ersten mündlichen Prüfung, und die gleich in Statistik. Aber ich habe bestanden, und das sogar mit einer ganz guten Note. Jetzt muss nur noch morgen der andere Kurs einigermaßen laufen, und dann bin ich 1.5 Woche studiumsfrei glücklich!

Hier laufen die Prüfungen oft etwas anders ab als in Deutschland. Meist hat man keine schriftlichen Klausuren, da die Kursgrößen deutlich kleiner sind. Wir waren in meinen beiden Kursen jeweils ca. 15-20 Studenten. Daher durfte ich heute zu Frans und José - zwei Statistikprofessoren - und mit ihnen persönlich die Themen besprechen. Zunächst haben wir kurz über mein Assignment gesprochen, welches aber zum Glück ganz gut war, sodass wir schnell zur Theorie über gehen konnten. Da bekam ich einen großen Stapel Papier vorgelegt und durfte dreimal ziehen - meine Themen. Frans (mein Kursleiter) hat kurz ein Thema angeschnitten und dann soweit Fragen gestellt, bis ich nicht mehr weiter wusste. Anschließend ging es kurz raus, und danach bekam ich meine Note. Ich hoffe morgen wird es vergleichsweise entspannt. Für den Kurs konnte ich mich nämlich leider nicht so sehr vorbereiten, da ich das ein oder andere Wissensdefizit in Statistik aufzuholen hatte ;)

Bevor es heute Nachmittag zur Prüfung ging, konnte ich aber endlich mal wieder das gute Wetter nutzen und ein wenig raus gehen. Kopenhagen ist bei Sonne gleich nochmal viel schöner!


Mittwoch, 31. Oktober 2012

Dänische Sprache

Nicht nur wir internationalen Studenten haben Probleme dänisch zu verstehen - auch die Dänen selber verzweifeln ab und an! Letztens meinte ein Däne zu mir: "Jeder spricht Wörter so unterschiedlich aus. Das hat aber den Vorteil, dass wir dich zu 90% verstehen, egal was du sagst."